Sonntag, 20. März 2016

N wie Nasi Goreng

Nasi Goreng, vorher nur als Fertiggericht aus dem Marktkauf bekannt, ist das Nationalgericht Indonesiens und super lecker. Nach unserem Einstieg auf Bali wollten wir uns etwas Ruhe gönnen und mal so richtig typisch am Strand entspannen. Da kamen die Gili-Inseln natürlich mehr als gelegen. Die Inselgruppe vor der Küste Lomboks ist ein beliebtes Ziel für Flitterwochen und besteht aus Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. Gili T gilt eher als Partyinsel, Gili Meno als ziemlich verschlafen, also fiel unsere Wahl auf Gili Air, ein Kompromiss aus beiden Insel und zudem mit den schönsten Schnorchel-Spots. 
Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt mit dem Speedboat (nichts für Klaustrophobiker) kamen wir um die Mittagszeit an, doch irgendwas war anders...wo war der Lärm? Auf allen drei Gili-Inseln gibt es nämlich weder Autos, noch Motorroller. Die einzigen Fortbewegungsmittel sind kleine Pferdekutschen. Da die Insel aber nicht groß ist (eine Umrundung ist locker unter einer Stunde zu schaffen), beschlossen wir einfach zu gehen. Knappe 100 Meter entfernt vom Strand fanden wir dann unsere Unterkunft. Nach dem Chaos der Städte tat die Abgeschiedenheit hier ganz gut:


Und was darf bei einem typischen Strandurlaub nicht fehlen? Richtig, der typische Sonnenbrand, den haben wir uns beim Schnorcheln geholt (wahrscheinlich während wir eine Meeresschildkröte bei der Nahrungssuche beobachtet haben):


Und so gestalteten sich dann die Tage: Morgens wurden wir von einem Muezzin geweckt, wo irgendwann auch die Hähne der Insel mit in den Gesang einstimmten, Nach einem Frühstück auf der Terrasse ging es an den Strand. In der Mittagshitze aßen wir dann eine Kleinigkeit oder flohen in unsere Strandhütte. Nachmittags ging es zur Abkühlung wieder ins Meer:


Abends gab es dann meistens einen Stromausfall zwischen 10 und 40 Minuten, was aber nicht schlimm war, mit Kerzenlicht direkt am Wasser ließ es sich auch aushalten:


Doch Meike und ich merkten irgendwann, dass dieses ganze Faulenzen auf lange Zeit nichts für uns war, aus einem Bauchgefühl heraus entschieden wir uns darum weiter nach Lombok zu reisen. Bye bye Gili Air:


Lombok ist anders. Diese indonesische Insel ist noch nicht so auf Tourismus eingestellt wie Bali, was einem einen ganz guten Einblick verschafft. Als Tourist wird man meist angestarrt, am freundlichsten sind noch die kleinen Kinder, welche die Gelegenheit nutzen um ein paar Brocken aufgeschnapptes Englisch zum Besten zu geben. Wenn man an der Ampel auf grün wartet und nach links guckt, wird man nicht selten Zeuge, wie eine alte Dame hinten auf dem Roller jede einzelne Ecke ihrer Nase mit dem Zeigefinger durchforstet und einen dabei mustert. Unsere Guesthouse-Besitzerin ist im Gegensatz dazu eine der freundlichsten Personen, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben, witzig. Leider entpuppte sich Lombok als kleine Sackgasse, da diese Insel nur Strand und einen Vulkan zu bieten hat. Das erstere hatten wir die letzten Tage im Überfluss, für das letztere fehlte uns die Zeit. Zum Glück stießen wir auf eine Tour, mit der wir zumindest an den Fuß des Vulkans kamen und von dort zu zwei Wasserfällen wandern konnten. Bereits auf dem Weg gab es schon einige schöne Szenerien:


Dann kamen wir zum Wasserfall, direkt abkühlen:


Dann das Flussbett entlang zum nächsten:


Leider war das Wasser dort so stark am spritzen, dass wir keine Fotos machen konnten. Auf dem Rückweg dann noch einen schönen letzten Ausblick aufs Meer:


Jetzt sind wir wieder in unserem Guesthouse in einer vorstädtischen Gegend von Mataram, der Hauptstadt von Lombok. Morgen geht der Flieger nach Kuala Lumpur, unser letzter Stopp bevor es Donnerstag von Bangkok aus zurück nach Deutschland geht. Ich denke in Bangkok wird es noch einen kleinen Statusbericht geben. Bis dahin: Tschüss und Wirsing! 

Kualalala Lumpur

Im Großen und Ganzen haben wir unsere Reise ziemlich gut strukturiert und abwechslungsreich gestaltet. Gestartet sind wir in Thailand, geprä...