Dienstag, 15. März 2016

Ab morgen wieder Holzklasse!

Nach unserem Trip durch Thailand wollten wir nach Bali, doch einen kleinen Zwischenstopp im Stadtstaat Singapur konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Singapur gilt als das Tor zwischen Asien und der westlichen Welt, da es Tradition und Kultur der einen mit der Entwicklung der anderen Welt verbindet. Nach dem ganzen Chaos in Thailand war Singapur mit seinen Regeln natürlich ein starkes Kontrastprogramm. Schon vom Flughafen in die Stadt wurde klar: hier war alles durchdacht und durchstrukturiert. Die Stadt sah aus, als wäre sie im Ganzen entworfen worden, alles passte zusammen. "It's a fine city" heißt es auch über Singapur (für die, die des Englischen nicht so ganz mächtig sind: "fine" kann sowohl mit "schön", als auch mit "Bußgeld" übersetzt werden, ein kleiner Wortwitz also), in der Bahn durfte weder getrunken noch gegessen werden, Kaugummis sind komplett verboten und von anzügliche Dingen wie Händchenhalten sollte auch abgesehen werden. Klang vielversprechend. Als wir dann in der Stadt ankamen erkannten wir auch warum: alles war sauber! Und das heißt nicht, dass hier nur kein Müll herum lag, es war jede-halbe-Stunde-fegt-und-wischt-hier-jemand-sauber!
Für unsere einzige Nacht in Singapur hatten wir uns zudem noch was besonderes überlegt. Singapur glänzt mit seiner Entwicklung und imposanten Skyline, am meisten sticht aber das Marina Bay Sands heraus. Ein 5-Sterne Hotel mit dem höchsten Infinity Pool der Welt und einer atemberaubenden Aussicht. Alleine eine Nacht dort hatte natürlich ihren Preis, sodass wir ziemlich lange im Vorfeld hin und her überlegt hatten, uns schließlich aber doch dafür entschieden, wann sind wir denn nochmal in Singapur? Das Hotel hatte eine eigene U-Bahn-Haltestelle, sodass wir direkt aus der Bahn zur Rezeption gingen. Da es unsere erste Nacht war und wir anscheinend noch nicht aufgeregt genug erschienen, wurde unsere Zimmer (das billigste, teuer genug) zu einem Club-Room mit Stadtblick im 41. Stock geupgradet. Oh, und kostenloses Abendbrot und Frühstück! Hallo Singapur. Bereits auf dem Weg nach oben kamen wir aus dem Staunen nicht raus:


Und dann waren wir auch schon in unserem Zimmer:


Als wir uns wieder so halbwegs eingekriegt hatten (wir sind zwar mit gewissen Erwartungen angekommen, aber die wurden dann doch noch übertroffen), ging es auf das Dach:


Ein Pool in 191 Meter Höhe, direkt bis zum Rand. Doch, dieses Hotel ist zu empfehlen. Irgendwann rissen wir uns dann los und fuhren mit der Bahn in die Stadt, wo wir durch die Einkaufszentren schlenderten (draußen hätten wir währenddessen unseren ersten Regen in Asien erleben können) und das Essen testeten. Den Weg zurück zum Hotel gingen wir dann zu Fuß, gab auch viel mehr zu sehen (das riesige Dingen ist unser Hotel):


Zurück im Marina Bay Sands sind wir aber direkt wieder in den Pool, bei Nacht war es doch noch beeindruckender:


Ein weitere Sehenswürdigkeit liegt auf der Rückseite des Hotels: die Gardens by the Bay. Ein ca. 2 Milliarden Dollar teures Projekt des Bürgermeisters, um die Stadt grüner zu machen und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern, Singapur soll zur Stadt im Garten werden. Teil dieser riesigen Parkanlage sind die Supertrees, Gewächshäuser, Solaranlagen, Wasseraufbereitungsanlagen und Heim für einige hundert Orchideenarten. Die Szenerie sieht aus wie die eines Science-Fiction-Filmes:


Nach einem ausgiebigen Spaziergang ging es dann zurück ins Hotel, da wir am nächsten Morgen (nach kostenlosem Frühstück im 55. Stock) wieder zum Flughafen mussten, Bali wartete auf uns.
Nach zweistündigem Flug ließen wir uns vom Flughafen direkt nach Ubud in die Mitte der Insel bringen, da wir von dort aus am flexibelsten waren. Den Rest des Tages erkundeten wir die Stadt und lokale Warungs (kleine authentische Lokale mit super leckerem Essen). Außerdem fand Meike einen neuen Freund (nein, wir können ihn wirklich nicht behalten):


Das hier war übrigens unsere Unterkunft:


Ich weiß, das sieht nicht wirklich nach Holzklasse aus, entsprach aber wieder der gewohnten Preisklasse. Homestays, eine beliebte Art der Unterkünfte hier, zeichnen sich dadurch aus, dass die Besitzer mit den Gästen auf einem Gelände wohnen. So sind die Unterkünfte oft der ganze Stolz der Familie, Gäste werden fast wie Familienmitglieder behandelt.
Den nächsten Tag nutzten wir um erstmal aus zu schlafen, um dann den Affenwelt bei Ubud zu erkunden. Der Wald mit einigen Tempeln ist eine der Hauptattraktionen und wird von Javaneraffen bevölkert:


Die Tiere sind inzwischen ziemlich an Menschen gewöhnt und können extrem frech sein, diese Wasserfalsche gehörte zum Beispiel ein paar Sekunden davor noch einem französischen Touristen:


Auch auf uns kletterten die Tieren rum, jedoch waren wir da jeweils damit beschäftigt alle Wertsachen in Sicherheit zu bringen, deswegen gibt es davon leider keine Fotos.
Für den nächsten Tag stand eine Radtour durch das ländliche Ubud an, und es gab endlich die im Blogtitel erwähnten Reisfelder zu sehen. Wir wurden um kurz vor acht abgeholt und zusammen mit einem australischen Pärchen zu einer Kaffeeplantage gebracht, wo es Tee- und Kaffeeverkostung gab. Außerdem wird hier der Luwak Kaffee hergestellt (sehr dekadent und vor Allem teuer, die Tiere essen die Kaffeebohnen und aus den Ausscheidungen wird dann der Kaffee gebraut). Alles natürlich bei super Aussicht auf die Plantagenhänge. Danach ging es weiter zum Frühstück und Krafttanken, alles vor der Kulisse des Mount Batur, ein aktiver Vulkan, der 2004 zum letzten Mal ausgebrochen ist und laut unseres Tourguides alle 12 Jahre ausbricht. Ein richtiger Scherzkeks. So saßen wir dann da:


Kurz darauf wurden wir zu den Mountainbikes gebracht und es ging los: eigentlich nur bergab. Erst die Straßen entlang durch kleine Siedlungen, wo uns Johnny (unser Guide) die ganze Zeit was über das Leben auf Bali erzählte:


Und irgendwann war alles so grün, rechts und links lagen die Reisterassen:


Nach abschließendem Mittagessen und kühlem Bier im Haus von Made (dem Eigentümer des Radtourunternehmens) ging es zurück nach Ubud. Und wir waren kaputt, die Sonne hier auf Bali schien irgendwie noch ein Stückchen stärker als zum Beispiel in Thailand. Abends packten wir dann unsere Sachen, da wir am nächsten Morgen (gestern Morgen) Ubud verließen, um die Inselkette vor Lombok unsicher zu machen, aber davon erzähl ich im nächsten Beitrag.
Auf wiederlesen! :)

Kualalala Lumpur

Im Großen und Ganzen haben wir unsere Reise ziemlich gut strukturiert und abwechslungsreich gestaltet. Gestartet sind wir in Thailand, geprä...